titel-startseite

Kultur, Bildung & Gesundheit

Einwohner_uga08_128clEnglisch ist Amtssprache und wird von den meisten Ugandern mit Schulbildung beherrscht. Seit dem Jahr 2005 hat auch Suaheli den offiziellen Status einer Amtssprache. Verkehrssprachen sind die einzelnen Bantusprachen, insbesondere Luganda und Suaheli, sowie hamitische, nilotische und sudanesische Sprachen. Die kulturellen Unterschiede zwischen den Bevölkerungsgruppen sind erheblich. Uganda hatte zur Zeit der Unabhängigkeit ein relativ gutes Bildungswesen und besaß mit der Makerere-Universität in Kampala die erste und lange Zeit wichtigste Hochschule Ostafrikas. Durch die jahrelangen Unruhen hat das Bildungswesen jedoch stark gelitten. 

 

Die allgemeine Schulpflicht ist in Uganda verfassungsrechtlich verankert, doch sind etwa 40% der Grundschullehrer nicht ausreichend ausgebildet. . Die Einschulungsraten erreichten im Jahr 2006 im Grundschulbereich ca. 90%. ). Die Unterschiede in den Einschulungsraten zwischen Mäd­chen und Jungen sind sehr gering. Ergebnis dieser Politik war eine Alphabetisierungsrate von fast 70% im Jahr 2005.


Mehr als 80% der Ugander gehören den großen christlichen Religionen an, die eine Hälfte sind Katholiken, die andere Protestanten (An­glikaner). Die religiösen Differenzen zwischen beiden Gruppen haben zeitweise zur Verschärfung der politischen Konflikte beigetragen. Nur etwa 12% der Bevölkerung sind Moslems, diese leben vor allem im Norden; ihr gesellschaftlicher Einfluss ist bislang gering. Vor der Vertreibung der Asiaten durch Idi Amin 1972 gab es grö­ßere Zahlen an Sikhs und Hindus in den Städten, in Kampala sind ihre Tempel unübersehbar. Eine kleine Minderheit der Ugan­der hängt Naturreligionen an.

Im Gesundheitsbereich stellen die geringe, inzwischen aber wieder steigende Lebenserwartung (2009: 52,7 Jah­re) sowie die hohe Kindersterblichkeitsrate (2004: 131 pro 1000 Lebendgeburten) und Müttersterblichkeitsrate (510 pro 100.000 Lebendgeburten) die größten Herausforderungen dar. Insbesondere die Auswirkungen der HIV/ AIDS-Epidemie, die derzeit, gefolgt von Tuberkulose und Malaria, laut Sta­tistiken die Krankheit mit den meisten Todesfällen in Uganda darstellt, sind gravierend. Die Zahl der HIV-Infizierten auf 1–2 Mio. Ugander geschätzt.

RKHLogokleinText aus "Reise-Handbuch Uganda, Ruanda" 
von Christoph Lübbert,
Reise-Know-How Verlag,
Bielefeld, 2010
www.reise-know-how.de