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Hotels und Unterkünfte

Hotels und Guest Houses
Der allgemeine Standard der Unterkünfte und Hotels ist mit Europa nicht vergleichbar. Insbesondere die Hygiene lässt häufig sehr zu wünschen übrig. Ein eigener Schlafsack ist daher manchmal so viel wert wie ein ganzes Himmelreich …

Uganda Urlaub günstig: Einfache Guest Houses sind selbst in kleinen Ortschaften noch vorhanden. Wenn Sie einmal unterwegs in einem winzigen Nest ohne Unterkünfte stranden sollten, müssen Sie sich an den „Dorf-Chef“ wenden. Es wird ihm eine Ehre sein, ein Gastzimmer für Sie aufzutreiben. Nicht jedes Gebäude, das die Aufschrift „hoteli“ trägt, ist auch ein Hotel – im Suaheli bedeutet hoteli neben „Hotel“ auch „Restaurant“ oder „Gaststätte“ …
Die Bezahlung kann in Uganda weitgehend in USh erfolgen. US-$ werden häufig auch akzeptiert, in großen Hotels sogar bevorzugt. In Ruanda müssen Sie häufiger mit US-$ bezahlen, in der DR Kongo werden nur US-$ akzeptiert. Zahlen Sie nie für mehrere Tage im Vo­raus, um bei Mängeln und Missständen bzw. spontanem Auszug kein Geld zu­rückfordern zu müssen. Wenn Sie länger in einem Hotel bleiben, kann ein Rabatt ausgehandelt werden.
Der einfacheren Übersicht halber habe ich Hotels und Guest Houses in Kategorien aufgeführt (siehe linke Seite). Häufig gibt es keine Einzelzimmer. Sie müssen dann ein etwas verbilligtes Doppelzimmer nehmen. Mehrbettzimmer sind selten. Das Frühstück wird meist als Continental Breakfast zubereitet (Toast, Butter, Marmelade, Früchte und Tee/Kaffee). Omelettes und Eier sind extra zu bezahlen.

Einige Hotels der Kategorien B–C ge­hörten vor der Privatisierung über viele Jahre der staat­lichen Kette Uganda Hotels. Manche von ihnen weisen noch ein nostalgisches Flair auf, da sie wäh­rend der Kolonialzeit errichtet wurden. Vor dem Einchecken sollten Sie in allen Fällen um eine vorherige Zimmerbesichtigung bitten. Dies ist üblich und es ist vollkommen in Ordnung, bei Nichtgefallen wieder aus dem Hotel/ Guest House hinauszugehen.

Safari Lodges und Luxury Tented Camps
Traditionsreiche Safari Lodges (Lodge = Hotel im Landhausstil) mit dauerhaft angelegter Gebäudearchitektur (Stein, Beton, Ziegelbauten) finden sich lediglich in den Reservaten Queen Elizabeth NP und im Murchison Falls NP sowie in kleinerer Form im Kidepo Valley NP und dem Semliki Valley WR. Anstelle großer Lodges gibt es im Randbereich anderer Reservate wie dem Bwindi Impenetrable NP, dem Lake Mburo NP oder dem Mgahinga Gorilla NP sog. Luxury Tented Camps mit fes­ten Versorgungseinrichtungen und groß­zügig geschnittenen Zelten, die in der Regel nicht mehr als 10–30 Gäste beherbergen. Manche dieser Camps besitzen einen eigenen Airstrip (= Landestreifen) für Kleinflugzeuge, über den der An- und Abtransport der Gäste und ein Teil der Versorgung abgewickelt werden können.
Trotz der teilweise hohen Preise sollte man bei der Unterkunft in Luxury Tented Camps keine Wunder erwarten. Vielmehr hält sich der Luxus bei der Unterbringung in großräumigen Safarizelten (eingerichtet wie ein gutes Hotelzimmer) und der Verpflegung in Grenzen. Gerechtfertigt werden die hohen Tarife mit der Exklusivität der Camps, niedrigen Besucherzahlen und den hohen Unterhaltskosten, bedingt durch die isolierte Lage mit entsprechend hohen Transportkosten für Baumaterialien, Lebensmittel, Getränke etc.

Camping
Manche Hotels und Lodges sowie Back­packer-Einrichtungen bieten einen angegliederten Campingbereich, der in der Regel einfache Gemeinschaftsduschen mit Warmwasser, Waschgelegenheiten sowie manchmal auch Koch- und Grilleinrichtungen aufweist. Strom wird vielerorts nur zeitweise über einen Generator bereitgestellt. Für die Dunkelheit danach ist eine gute Taschenlampe unentbehrlich.
Weitaus einfacher strukturiert als die funktionell gestalteten Campingbereiche von Hotels und Lodges sind die Campingplätze von Nationalparks und Wildreservaten. Hier ist man meist von purer Wildnis umgeben und verfügt bestenfalls über einen Wasseranschluss und einfache Plumpsklos. Die (vor allem nächtlichen) Aktivitäten von Wildtieren beziehen den „Lebensraum Campingplatz“ sehr wohl mit ein, sodass viele zeltende Afrikareisende nach ihrer Rückkehr von entsprechenden Begegnungen mit Elefanten, Flusspferden, Hyänen oder sogar Großkatzen berichten können. Ein Problem stellt in manchen Gebieten die Belästigung durch Meerkatzen und Paviane dar, die spezielle Schutzmaßnahmen wie z.B. die Konstruktion „affensicherer“ Mülleimer erforderlich machen kann. Einige der Affen haben sich auf die Entwendung von Nahrung und auffälligen Kleinteilen (z.B. Sonnenbrillen) „spezialisiert“. Passen Sie daher auf und füttern Sie die Tiere unter keinen Umständen!
Im Zelt ist ein hautnahes Erleben der noch wilden afrikanischen Nacht gewährleistet. Grundsätzliche Vorsicht im Umgang mit Wildtieren ist jedoch geboten. Während der Nacht muss das Zelt unbedingt geschlossen bleiben. Ein geschlossenes Zelt wird von allen Tieren Afrikas respektiert. Es gibt keinen bekannten Fall, wo es bei geschlossenem Zelt und ruhigem Verhalten zu ernsthaften Zwischenfällen mit Tieren gekommen wäre. Vermeiden sollten Sie in jedem Fall das Herumlaufen in der Umgebung der Zelte nach Einbruch der Dunkelheit. Achten Sie darauf, dass Sie Ihr Zelt nicht gerade auf einem traditionellen Flusspferdpfad oder einem anderen Tierwechsel errichten, wodurch Zusammenstöße mit Großwild vorprogrammiert sind.
Ein Feuer hält Wildtiere in der Regel auf Distanz, bietet aber keine sichere Gewähr vor Annäherung. Nachts sollte man vor allem Nahrung und kleinere Ausrüstungsgegenstände nicht außerhalb des Fahrzeugs stehen lassen. Lebensmittel (vor allem Früchte wie Orangen) und Fleisch gehören in Kisten oder Kühlschrank verpackt und ins Auto geschlossen. In Gebieten mit Elefantenvorkommen sollte man auf die Mitnahme frischer Früchte ganz verzichten. Schuhe, die außerhalb des Innenzeltes gestanden haben, sollte man morgens gut ausschütteln, um nicht versehentlich auf Skorpione, Spinnen oder kleine Schlangen zu treten, die dort in der Nacht Unterschlupf gefunden haben.
Bitte nehmen Sie Ihren Müll wieder mit (am besten doppelt in Tüten verpackt) und entsorgen Sie ihn fachgerecht in Städten oder an den Zufahrts­toren von Schutzgebieten. Alternativ kann man den komprimierten Müll mindestens 50 cm tief vergraben.
Große Vorsicht ist beim Entfachen von Feuern geboten, die in trockenem Buschland leicht Buschbrände zur Folge haben. Ein entsprechender breiter Schutzring, der frei ist von jeglicher Vegetation, sollte mit dem Spaten um die Feuerstelle gezogen werden. Man sollte darauf achten, dass das Feuer nicht zu hoch brennt und keine größeren Funken in die Umgebung fliegen. Feuerholz darf im unbesiedelten Bereich normalerweise überall gesammelt werden, jedoch nicht auf Privatland.

Reisetipp:
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RKHLogokleinText aus "Reise-Handbuch Uganda, Ruanda"
von Christoph Lübbert,
Reise-Know-How Verlag,
Bielefeld, 2010

 

 

Reiseempfehlungen:

Uganda Rundreisen
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