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Schlafkrankheit

Die Erreger der Schlafkrankheit (Try­panosomen) werden durch die tagaktive Tsetse-Fliege übertragen. Von den über ein Dutzend in Afrika verbreiteten Tsetse-Fliegenarten übertragen nur wenige die einzelligen Trypanosomen – und das überwiegend auf Tiere.

 

 

Die Infektionsgefahr ist für den Reisenden also gering, auch wenn neuerdings wieder eine Ausbreitung der Schlafkrankheit in Uganda zu verzeichnen ist. Die Erkrankung hat ihren Namen durch das Phänomen zunehmender Apathie und Verwirrtheit erhalten, das nach Eintritt des Erregers ins zentrale Nervensystem auftritt. Eine Behandlung ist möglich und sollte noch im Anfangsstadium durchgeführt werden. 

Beim Reisen durch Tsetse-durchseuchtes Gebiet sind folgende Verhaltensmaßregeln empfehlenswert, schon allein um sich vor den sehr schmerzhaften Stichen zu schützen:

•Helle Kleidung tragen, da die Tsetse-Fliegen durch dunkle Farben (vor allem Blau und Schwarz) angezogen werden.
•Bei Autofahrten Fenster geschlossen halten und eingedrungene Fliegen mit möglichst flacher Hand „erledigen“ (die extrem flach und robust gebauten Insekten sind kaum ins Jenseits zu befördern).
•Bei besonders zahlreich erfolgten Stichen ist eine ärztliche Kontrolle nach Ihrer Rückkehr zu Hause anzuraten.
•Verdächtig auf eine frische Trypanosomen-Infektion sind anhaltende lokale Schwellungen im Einstichbereich (sog. „Trypanosomen-Schanker“) und Lymphknotenschwellungen im Nackenbereich.

RKHLogokleinText aus "Reise-Handbuch Uganda, Ruanda" 
von Christoph Lübbert,
Reise-Know-How Verlag,
Bielefeld, 2010