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Typhus und Paratyphus

Diese schweren Infektionskrankheiten werden durch bestimmte Salmonellen hervorgerufen. Sie gehen mit Fieber und Bewusstseinstrübung einher.

Die Anste­ckung erfolgt in der Regel aus­schließlich durch verunreinigte Lebensmittel. Sie stellen bei entsprechender Vorsicht keine größere Gefahr für den Reisenden dar. Allerdings reicht unter Umständen bereits die Aufnahme geringer Bakterienmengen aus, um eine Erkrankung auszulösen. Die ehemals gebräuchliche Schluckimpfung mit abgetöteten Ty­phus­erregern wird heute kaum noch angewandt. Stattdessen bietet ein Injek­tionsimpfstoff (Typhim Vi) einen noch zuverlässigeren Impfschutz bei deutlich längerer Wirkdauer (nach Herstellerangaben etwa drei Jahre). Wichtige Elemente der Therapie einer Typhuserkrankung sind die Gabe von Antibiotika (z.B. Ciprofloxacin) und gegebenenfalls eine Infu­sionsbehandlung.

RKHLogokleinText aus "Reise-Handbuch Uganda, Ruanda" 
von Christoph Lübbert,
Reise-Know-How Verlag,
Bielefeld, 2010