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Währung und Wechselkurs

Die Währung Ugandas ist der Uganda Schilling (USh), unterteilt in 100 Cents. Es sind Noten zu 1000, 5000, 10.000, 20.000 und 50.000 USh im Umlauf. Münzen zu 50, 100, 200 und 500 USh haben die früher gebräuchlichen Scheine im Nennwert von 5, 10, 50, 100, 200 und 500 USh ersetzt, die zum 31. Dezember 2000 eingezogen wurden.

 

 

Die Wechselkurse der verschiedenen Banken und Forex-Büros schwanken manchmal beträchtlich, ebenso die eingeforderten Provisionen. Es ist daher sinnvoll, vor dem Umtausch größerer Beträge Vergleiche anzustellen. In der Hauptstadt Kampala bekommt man etwa 5–10% bessere Wechselkurse als auf dem Lande.

In der Regel sind die Kurse der Forex-Büros, privaten Institutionen mit einer Wechsellizenz, deutlich besser als die der Banken. Im April 2010 erhielt man dort für 1 US-$ ca. 1950 USh, für 1 Euro etwa 2700 USh. Einen Schwarzmarkt gibt es nicht mehr. Wenn Sie auf obskure Gestalten treffen, die Ihnen trotzdem abenteuerlich gute Wechselkurse anbieten, handelt es sich mit Sicherheit um Betrüger. Trickbetrüger sind insbesondere an den Grenzübergängen unterwegs. Der Schwarztausch ist außerdem verboten.

Am gebräuchlichsten ist das Wechseln von US-$, Euro und britischen Pfund. Schweizer Franken können Sie nur in Kampala bzw. Kigali zu relativ schlechten Kursen wechseln. Reise­schecks können zu halbwegs akzeptablen Kursen nur in Kampala und Kigali gewechselt werden. Kreditkarten sind inzwischen weit verbreitet, vor allem bei großen Hotels, Restaurants, Fluglinien und Reiseveranstaltern. Ein Aufschlag bei Bezahlung mit der Kreditkarte ist vielerorts üblich. VISA ist die mit Abstand gebräuchlichs­te Karte, gefolgt von MasterCard und Diners Club.

In Kampala und anderen größeren Städten wie Jinja oder Mbarara kann man an den Geldautomaten von Standard Chartered Bank, Barclay’s Bank, Stanbic Bank, Crane Bank, Centenary Bank und Orient Bank mit internationaler Kreditkarte (fast ausschließlich VISA!) und PIN-Code Bargeld abheben (auf das VISA-Plus-Logo am Automaten achten). Bar­abhebungen per Kreditkarte kosten je nach ausstellender Bank bis zu 5,5% an Gebühr, für das bargeldlose Zahlen werden nur 1–2% für den Auslandseinsatz berechnet. Barabhebungen per Maestro-(EC-)Karte (möglich an den Geldautomaten der Stanbic Bank) kosten umgerechnet 1,30–4 Euro bzw. 4–6 SFr. Die Barclay’s Bank in Kam­pala tauscht US-Dollars gegen USh unabhängig vom Nennwert der Banknoten (also gleicher Kurs für 1-$-Noten wie für 100-$-Scheine).

Eine empfehlenswerte Option für unkomplizierte Bargeldauszahlungen im Ausland ist die Sparcard der deutschen Postbank, mit der bis zu zehn Auslandsabhebungen an sogenannten VISAplus-Geldautomaten (ATM) gebührenfrei sind. Pro Auszahlung können in Uganda derzeit maximal 2 Millionen USh abgehoben werden. Über das ATM-Netz der genannten Banken ist dies mittlerweile auch in kleineren Ortschaften möglich.

Sie sollten Ihre Reisekasse überwiegend in US-Dollar zusammenstellen, auch wenn sich der Euro immer mehr als Zahlungsmittel etabliert. Ein Grundstock an Reiseschecks (vorzugsweise American-Express- oder Thomas-Cook-Reiseschecks, da diese leicht zu ersetzen sind) als eiserne Reserve bzw. die Mitnahme einer Kreditkarte sind zu empfehlen, der überwiegende Teil der Reisekasse sollte jedoch in Form von Bargeld in unterschied­lichen Stückelungen (d.h. Dollarnoten im Nennwert von 1, 5, 10, 20, 50 und 100 US-$) zusammengestellt werden. Für kleine Noten wird allerdings ein deutlich schlechterer Wechselkurs geboten, eine ausreichende Zahl größerer Scheine (100 US-$) ist daher sinnvoll.

Dank der geringen Inflation des USh kann zurzeit nahezu alles mit der Landeswährung bezahlt werden. US-$ werden aber auch vielerorts akzeptiert. Reiseschecks werden in vielen Hotels und im ländlichen Raum nicht angenommen.

RKHLogokleinText aus "Reise-Handbuch Uganda, Ruanda" 
von Christoph Lübbert,
Reise-Know-How Verlag,
Bielefeld, 2010